Devisen: Euro stabilisiert sich über 1,37 US-Dollar
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat sich am Dienstag nach den kräftigen Kursverlusten in der Vorwoche über 1,37 US-Dollar stabilisiert. Die Gemeinschaftswährung kostete am späten Nachmittag 1,3748 Dollar und damit rund einen Cent mehr als noch am Morgen. Am Freitag war der Euro erstmals seit Mai 2009 unter die Marke von 1,36 Dollar gerutscht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,3760 (Montag: 1,3675) Dollar fest. Der Dollar war damit 0,7267 (0,7313) Euro wert."Spekulationen über mögliche Hilfen für das hoch verschuldete Griechenland
hat der Markt als Anlass für eine willkommene Verschnaufpause genutzt", sagte
Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank. Nach den heftigen
Turbulenzen der vergangenen Tage gebe es an den Märkten Anzeichen für eine
leichte Entspannung. Auch an den Devisenmärkten habe dies zu einer
Stabilisierung geführt. Auslöser der Spekulationen war, dass EZB-Chef
Jean-Claude Trichet einen Tag früher als geplant eine Konferenz der
Australischen Zentralbank verlässt, um an dem EU-Sondergipfel teilzunehmen. Laut
EZB war die Teilnahme allerdings bereits seit Januar zugesagt und die frühere
Abreise habe nur logistische Gründe.
Expertin Praefcke rechnet bei dem EU-Sondergipfel an diesem Donnerstag beim
Thema Griechenland nicht mit einem Durchbruch. Zumal sowohl die EZB als auch die
EU-Kommission zuletzt deutliche Anstrengungen von Griechenland gefordert hatten.
Der scheidende EU-Währungskommissar Joaquín Almunia warnte am Dienstag vor einer
Ausbreitung der griechischen Schuldenkrise: Es gebe ein "ernstes Risiko", dass
andere Euro-Länder getroffen werden könnten, sagte er ohne Namen zu nennen.
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso nannte die Sorgen der Märkte um die
Stabilität des Euro in Verbindung mit der Haushaltskrise in Griechenland
übertrieben. Die Lage in Griechenland erfordere Maßnahmen der griechischen
Regierung, um das Vertrauen wiederherzustellen.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen
Euro auf 0,88040 (0,87610) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 123,40 (122,07)
japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,4672 (1,4659) Schweizer Franken <CHFVS.FX1>
fest. Der Preis für die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.071,25
(1.064,00) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold <GLDPM.CBQ> kostete 25.105,10
(25.179,10) Euro.









Deutsche Bank / Realtime Indikation